Deutschstunde

Verfilmung von Siegfried Lenz‘ gleichnamigem Roman über einen Jungen, der sich im Zweiten Weltkrieg zwischen Pflichtgefühl und individueller Verantwortung entscheiden muss. //

1969 war ein geschichtsträchtiges Jahr: Die Mondlandung versetzte die Welt ins Staunen, Willy Brandt wurde Bundeskanzler und Richard Nixon Präsident der Vereinigten Staaten, der Vietnamkrieg, das Woodstock-Festival und die Manson-Morde beherrschten die Medien. Letzteres und die allgemeine Umbruchstimmung in der Traumfabrik Hollywood nimmt Kultregisseur als Anlass für seinen neunten Film.

Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen) ist Polizist in einem abgelegenen Dorf in Schleswig-Holstein. Gewissenhaft stellt er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Maler Max Ludwig Nansen (Tobias Moretti), ein Malverbot aus und zweifelt keine Sekunde an seinem Auftrag.

Um die Überwachung des Verbots zu gewährleisten, setzt er seinen elfjährigen Sohn Siggi (Levi Eisenblätter) auf Nansen an. So gerät Siggi zwischen die Fronten, pflegt er doch zu Nansen eine tiefe Freundschaft und verbringt einen Großteil seiner Zeit in dessen Atelier. Der junge Knabe beschließt, Nansen zu helfen und seine Werke zu verstecken – wohlwissend, dass er damit den Zorn seines Vaters heraufbeschwört.

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