Frau Winkler verlässt das Haus

Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr
geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter
Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie
ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen. Als diese, ebenfalls
Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand
nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es
muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler
fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann
entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst
„belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar
Tschechow rezitieren kann. Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft
für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf
Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann
eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?

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